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Die nachfolgende Geschichte von Milly und ihren Katzenkindern wurde in der Eislinger Zeitung veröffentlicht.


Eine Eislinger Katzengeschichte

Von Monika Fröhlich, Gruppenleiterin unserer Gruppe Eislingen.


Es ist ein schöner Nachmittag am Samstag, 5. September 2015. Plötzlich, sie ist gerade dabei, im Hinterhof das Holz für den Winter zu stapeln, hört eine Frau, nennen wir sie Anni, ein ungewöhnliches Geräusch, wie ein leises Piepsen. Sie schaut nach und findet zwei winzig kleine Kätzchen, noch blind, gerade so groß wie eine Maus, vier bis fünf Tage alt, die Nabelschnüre hängen noch an den Bäuchlein. Die Kleinen liegen auf dem blanken Asphalt.

 
 
Milly01 2015 Eislingen
Die ersten beiden Findlinge - Foto: M.K.
 
Die Katzenmutter ist nicht zu sehen.
Anni sucht eine Pappschachtel, legt die Winzlinge hinein. Doch was nun?

Anni erinnert sich, dass Bekannte, nennen wir sie Maja und Jo, Katzen haben und hoffentlich einen Rat wissen. Maja aktiviert eine weitere Katzenfreundin vom Freundeskreis Katze und Mensch e. V., nennen wir sie Marta. Beide Frauen lassen zu Hause alles stehen und liegen und machen sich sofort auf den Weg. Sie glauben nicht, dass der Wurf aus nur zwei Welpen besteht und legen die Kleinen schweren Herzens zurück an die Fundstelle. 
Nach einiger Zeit werden weitere zwei Kleine gefunden, auf dem blanken Boden unter einem Baum.
Als nun vier Katzenbabys beieinander sind, bekommen sie erst mal ein kuscheliges Plätzchen in einer Katzen-Transportbox. Ganz dicht liegen sie beieinander, wärmen sich gegenseitig. Jetzt die Türklappe schließen, denn eins der Kleinen krabbelt schon herum.
Um die Katzenmutter, nennen wir sie Milly, einzufangen, bedarf es einer List. Erst wird ihr an einer geschützten Stelle Katzenfutter und laktosefreie Milch angeboten, was Milly auch annimmt, als niemand Störendes in der Nähe ist. Dann stellt Maja eine Katzenfalle direkt vor die Transportbox, stellt das Futter in die Falle. Der Plan: Die Kleinen schreien nach der Mutter, die Mutter kommt, die Lebendfalle schnappt zu. Eine ganze Weile sitzt Maja auf der Lauer, für Milly unsichtbar im Haus hinter einem Fenster -, dann der Erfolg. Milly ist gefangen.
Milly rennt entsetzt gegen das Gitter der Falle, verletzt sich zum Glück nicht. Maja richtet zu Hause ein Zimmer katzengerecht her und führt dort Milly und ihre vier Kinder wieder zusammen. Aber Milly steht unter Schock. Eineinhalb Tage sitzt sie auf der Vorhangstange und kümmert sich nicht um ihre Kleinen. Die muss Maja mit der Flasche und Aufzuchtmilch über die ersten Tage retten. Im Internet gibt es dazu viele Tipps.
Milly02 2015 Eislingen

Milly und ihre Kinder - Foto: M.K.
Am dritten Tag verweigern die Kleinen die Aufzuchtmilch. Der Grund dafür ist erfreulich: Milly hat ihre Kinder wieder gesäugt.
Inzwischen haben die vier Katzenkinder die Augen aufgemacht, nehmen ordentlich zu und halten die Familie auf Trab.
Jetzt haben sie auch Namen: Ruby und Happy sind Mädchen, Snoopy und Billy Jungs.

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 Millys Ruby und Snoppy - Foto: M.K.  Millys Happy und Billy - Foto: M.K.


Eislinger Zeitung vom 08.10.15 / Fortsetzung der Katzengeschichte

Millys Katzenkinder haben inzwischen große, dunkle Augen bekommen. Sie sind sehr lebendig, futtern tüchtig was weg und wiegen nach fünf Wochen schon ein Vielfaches. Und! sie gehen schon richtig aufs Klo, machen Pipi und mehr! Kaum zu glauben. Diese Woche ist wieder Tierarzt angesagt. Mal sehen, ob sie schon entwurmt werden können.

Eislinger Zeitung vom 22.10.15 / Millys Katzengeschichte geht weiter

Millys Katzenkinder Happy, Billy, Ruby und Snoopy suchen, wenn sie zwölf Wochen alt sind, zu zweit ein Zuhause. Inzwischen sind sie entwurmt. Sie sind sehr zutraulich, kommen sofort her, wenn jemand das Katzenkinderzimmer betritt, futtern auch tüchtig was weg...

Eislinger Zeitung vom 29.11.15 / Gutes Ende:  Millys Katzengeschichte

Millys Katzenkinder haben jeweils zu zweit ein neues, je sehr liebevolles Zuhause gefunden. Danke an die Päppelfamilie, besonders Maja, aber auch Jo und allen Familienmitgliedern, die den Kleinen und ihrer Mama Gutes getan haben. Danke auch für die verschiedenen Spenden, die bei der Aufzucht der Kleinen sehr hilfreich waren.  

Katzenmutter Milly

Milly wurde kastriert und (zahn-) tierärztlich behandelt und ist jetzt beim Katzenschutz Donzdorf.
Im Frühjahr darf sie ins neue Gehege umziehen.

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Foto: M.K. 

Alle Katzenkinder und ihre Mutter Milly hat die Päppelfamilie gut untergebracht.